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Toni Kitanovski & Cherkezi Orchestra: Borderlands

VÖ 20.10. 2006 Enja HW/Soulfood

 

Magazine/Lifestyle

 

Choices 11/2006, Christian Meyer

 

 

Musikzeitschriften und Musikportale

 

Augustin , Richard Schuberth, 5/2006

Blue Rhtyhm 32/2006, Stefan Franzen

Concerto , Richard Schuberth, 12/2006

Jazz Podium 12/06-1/2007, Reiner Kobe

Jazz Podium , Interview Carina Prange/Toni Kitanovski (noch unveröffentlicht)

Jazzzeit 6/2006

Rolling Stone 11/2006

le-musterkoffer.de , Karl Bruckmaier

 

 

Tageszeitungen

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung , Rolf Thomas 11.11.2006

Süddeutsche Zeitung am Wochenende 9.12.2006 (SZ-KritikerInnen Bestenliste, Karl Bruckmaier)

 

 

TV/Internet

 

www.arte.tv/de

 

 

Radiofeatures & Playlists (Auswahl)

 

 

Öffentlich-rechtliche Radios

 

BR Bayern2 Nachmix, Ulrike Zöller

 

BR Bayern2 Nachsession, Ulrike Zöller

 

BR Bayern 2 Kulturwelt (Musikauswahl)

 

BR Bayern 2 Weltempfänger, Jay Ruthledge

 

Deutschlandradio, Radiofeuilleton, CD-Tipp

 

NDR info Nachtclub Thomas Haak

 

NDR CD Markt, Michael Laages

 

NDR Info Jazz Aktuell mit Tom R. Schulz

 

Radio Bremen, Arne Schumacher

 

RBB-Rixens Café, Peter Rixen

 

 

Privatradios

 

Radio X (91,8 FM) Globalwize, Frankfurt, Jean Trouillet

 

Radio Dreieckland “Jazz News” Freiburg

 

Radio Dreyeckland Down to Earth, Stefan Franzen

 

Radio Dreyeckland, Michael van Gee

 

Radio Karlsruhe, Orsinos Lied, Roland Altenburger

 

Radio Rhein-Neckar bermuda.funk, Heinz-Jürgen Maaßen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressestimmen

 

Toni Kitanovski & Cherkezi Orchestra: Borderlands

VÖ 20.10. 2006 Enja/Soulfood

 

 

Süddeutsche Zeitung vom Wochenende 9./10.12.2006

 

Ausgewählt als Entdeckung des Jahres“, von SZ-Redakteur Karl Bruckmaier

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Blue Rhythm 32/2006, Stefan Franzen

Unter den vielen Brassbands des südosteuropäischen Raumes gibt es immer noch welche, die noch nicht auf CD gebannt wurden, unter ihnen das Cherkezi Orchestra um den Roma-Patriarchen Cherkez Rachid. Seine Combo gibt sich musikalisch ähnlich offenherzig wie die mazedonischen Landsleute vom Kocani Orkestar. Jazz und Latin fest im Repertoire verankert, war es ihnen ein Vergnügen, mit dem führenden Jazzgitarristen des Landes, Toni Kitanovski, zum Gipfeltreffen loszustürmen. Eine Platte, die sowohl ungestüme als auch wehmütig getragene Blaswerk-Attitüde mit rockigem Garagensound vereint.   Originelle Seitenpfade: Erik Saties erste Gnossienne mutiert zum tobenden Cocek und eine New Orleans Marching Band plustert sich orientalisch auf.

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www.arte.tv/de , Matthias Schneider 24/10/2006

 

Gypsy-Jazz
Toni Kitanovski & Cherkezi Orchestra


Manu Chao und Emir Kusturica bemühten sich bereits vergeblich um eine Zusammenarbeit mit dem legendären Cherkezi Orchestra. Erst als der Gitarrist Toni Kitanovski der Gypsy-Brass-Band ein Jazz-Projekt vorschlug, willigten sie ein.

Kitanovski ist in Mazedonien eine Jazz-Institution und gilt als Initiator der mazedonischen Jazz-Szene. Nachdem er an dem renommierten Berkelee-College of Music in Boston sein Jazz-Studium abgeschlossen hat, kehrt er in seine Heimat zurück. Er gründet die erste Jazzschule, organisiert Festivals und unterstützt seitdem junge Musiker. Als er das Angebot erhält, einmalig die künstlerische Leitung des größten serbischen Brass-Band-Festivals zu übernehmen, erinnert er sich an eine Gypsy-Band, die er einmal auf einer Hochzeit hörte und die ihm seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht.

Dabei handelt es sich um das Cherkezi Orchestra, benannt nach dem ältesten Mitglied des Familienclans, dem Patriarchen Cherkezi Rashid. Das Orchester spielt mittlerweile in dritter Generation traditionellen Gypsy-Jazz, mit Liedern aus Mazedonien, Albanien, Serbien und der Türkei. Darüber hinaus gehören Jazz- und Latin-Standards zu ihrem Programm, weswegen sie sich sehr über Kitanovskis Projektanfrage freuten.

„Ich hörte alle Rhythmen, die jemals an mein Ohr gelangten, vereint im ersten Song des Cherkezi Orchestras. Die Soli, die sie spielten, sind vergleichbar mit den eindrücklichsten Jazzimprovisationen, die ich jemals hörte.“ Dennoch gestaltet sich die anfängliche Arbeit am „Borderlands“ Album kompliziert, da die Musiker des Cherkezi Orchestras keine Noten lesen können. Die Rashids haben keine musikalische Ausbildung erhalten, stattdessen pflegen sie das musikalische Erbe ihrer Kultur, indem sie es einfach spielen.

Mittlerweile spielen Kitanovski und das Cherkezi Orchestra Stücke von Charles Mingus und Ornette Coleman, und auf dem Album findet sich eine Interpretation von Erik Saties „Gnossienne No.1“. Und obwohl der musikalische Einfluss Kitanovskis bei den Aufnahmen zu spüren ist, dominiert er diese nicht. Stattdessen vollzieht sich auf „Borderlands“ wie selbstverständlich eine Durchmischung von Jazz und Gypsy-Musik und belegt erneut, die enge Verwandtheit der beiden Musikstile.

(+ CD-Gewinnspiel)

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www.le-musterkoffer.de, Karl Bruckmaier

 

Toni Kitanovski & Cherkezi Orchestra
"Borderlands"
(ENJA 9174-2)

Sensationell - wer Blasmusik liebt, Afrika in Europa, Herzblut ...

***** (sehr gut)

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NDR INFO JAZZ AKTUELL mit Tom R. Schulz


Sendetermin: 26. Oktober 22.05-23.00 Uhr

 

"Album der Woche" mit Verlosung von 3 CDs

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Bayern2 Kulturwelt, Musikauswahl


Donnerstag, 2. November 2006
Toni Kitanovski & Cherkezi Orchestra, "Borderlands"
(Label: Enja)

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Choices. Köln 11/2006, Christian Meyer

"Der Jazz-Gitarrist Toni Kitanovski hat sich für "Borderlands"
mit dem Cherkezi Orchestra zusammengetan und jazzigen Balkan-Brass
zwischen rührseliger Melancholie und wildem Partywillen entfacht. Ein
mitreißendes Gebräu (enja)."
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Rolling Stone 11/2006

Über den Overkill der Balkan Brass Bands sind diese mazedonischen Herren
erhaben: Die Tradition der Roma peppt die Drei-Generationen-Combo mit Samba- und Afro-Anflügen und nahezu grotesken Ausflügen in die Klassik mit Satie auf, reiht sich mit ihrer Zigeuner-Melancholie gar in die Marching
Bands-Sounds von New Orleans ein. Berklee-Zögling Kitanovski streut mit
seinen Gitarren-Interludien ungehobelte Würze a la Surf-Rock ins ohnehin
windschiefe Geschehen. (Enja RecordsHW/Soulfood)* * * *

www.rollingstone.de

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Jazzzeit 63/2006 (bak)

Das aus jeder Menge Tubisten und Trompetern bestehende Cherkezi Orchester weiß eine Mixtur von Balkaneskem, Türkischem und New Orleans-Sounds herzustellen. Dabei kommt der Jazz bei weitem nicht zu kurz, schon der Opener, der den Titel "Ed Blackwell« trägt, beschreibt, woher der Wind weht. Der Gitarrist Toni Kitanovski weiß sehr wohl die Band auf jazzige Klänge abzustimmen und in selbige zu lenken, ohne die Tubisten, den Saxophonisten und die Trompeter zu überfordern. In den Traditionals fühlen sich die Bläser am wohlsten und die Coeeks geraten natürlich zu den Highlights der Platte. Mit Tapan Drum und Jazz Drum wird jede Menge Perkussions-Gewitter fabriziert, auf dcm sich das Ensemble austoben kann. Novum bei dieser Art Musik ist allerdings das Einheziehen von Klassik wie Saties "Gnossienne«, die bei Kitanovski klingt als säße Satie auf einem Platz mitten in New Orleans und ]ausche einem orientalischem Funeral-Umzug. Faszinierend.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rolf Thomas   11.11.2006

(Reichweite 875.000)

Vitalmusik
Jazz-Kreuzung: Toni Kitanovski macht Balkan-Bläsern Beine

Vier Berufsgruppen stehen den Zigeunern im Balkanraum traditionell offen:
Schmied, Pferdehändler, Handelsreisender und Musiker. Der Rashid-Clan aus Mahala in Mazerlonien hat eine Blaskapelle gegründet, das Cherkezi
Orchestra. Als der mazedonische Jazzgitarrist Toni Kitanovski sie das erste
Mal auf der Hochzeit eines Freundes hörte, war er begeistert. Nicht nur, daß
ihn die Vitalität und urwüchsige Kraft beeindruckte. er hörte auch jede
Menge Anknüpfungsmöglichkeiten an den Jazz, den er spielen wollte. Man tat sich zusammen, doch der Anfang war schwer. Kitanovski wurde im Bostoner Berklee College, der Kaderschmiede des amerikanischen Jazz, ausgebildet; die Rashids konnten nicht einmal Noten lesen. Doch die aus den gemeinsamen Anstrengungen entstandene CD ist die Mühe wert. Das liegt zum einen daran, daß das Cherkezi Orchestra keine beliebige Balkan-BrassKapelle ist. Die individuelle Klasse ihrer Musiker erinnert an die Bands von Duke Ellington, Charles Mingus oder Sun Ra. Zum anderen liegt es an den Kompositionen von Toni Kitanovski, der es fertiggebracht hat, eine archaische Musik, die ihre Kraft aus der Tradition zieht, mit Vorstellungen zusammenzubringen. die man als sophisticated bezeichnen kann. So hat er zum Beispiel die "Gnossienne No. 1" von Eric Satie für Blaskapelle arrangiert; das Ergebnis ist erstaunlich. Die spukhafte Melodie verschmilzt so perfekt mit den seelenvollen Bläsern, als ob das Stück nie für Klavier geschrieben worden wäre. Schlagzeuger Aleksandar Sekulovski, ein langjähriger Partner
Kitanovskis, sorgt dafür, daß sich die Rhythmen aus New Orleans, Mazedonien und Albanien, von Samba, Reggae und Balkan-Folklore rückstandsfrei miteinander verzahnen.
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Q U E R funk Karlsruhe, Orsinos Lied , Roland Altenburger

„Goldener Orsino“. Erstsendung: 12.11.2006, 13 Uhr

 

Es ist also schon wieder so weit. Wir schreiten zur Verleihung des Goldenen Orsino. Der geht heute an den Gitarristen Toni Kitanovski und das Cherkezi Orchestra. Nach 12 Jahren in den USA ist Kitanovski in seine Heimat nach Mazedonien zurückgekehrt. Dort ist der Jazz-Gitarrist in Skopje auf die Zigeunerkapelle um den Trompeter Cherkez Rashid gestossen. Gemeinsam und mit Unterstützung weiterer internationaler Musiker haben Toni Kitanovski und das Cherkezi Orchestra die Platte Borderlands eingespielt. Auf dem Album treffen Balkan-Bläsersätze auf Funk, arabische Verzierungen auf Latin-Jazz, Zigeunerweisen auf afrikanische Rhythmen. Ums auf einen Nenner zu bringen: Weltmusik im besten Wortsinn und dafür hier und jetzt der Goldene Orsino für Toni Kitanovski und das Cherkezi Orchestra.
Ich muß mich damit auch leider schon wieder für heute Verabschieden. Mehr Infos zu den vorgestellten Platten und Musikern findet ihr im Internet unter Error! Hyperlink reference not valid. Orsino verabschiedet sich auf griechisch χαίρετε (cherete) und denkt daran: gute Musik gibt es überall, haltet die Herzen und Ohren offen.
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Interview Carina Prange/ Toni Kitanovski für Jazz Podium

 

1. What fascinates you about the music and history of the Cherkezi Orchestra? You are their mentor - in which way do you have an influence on their musical expression and how far is it important to let the original sound remain in it's originality?

First impression was like a discovery. Hearing a large number of advance concepts of twentieth century contemporary jazz and classical music materialize in front of you through the craft of gypsy brass band was bound to leave mark on my musical brain. Many things fascinate me about their sound but most of all the incredible likeness with my favorite jazz bands, Duke Ellington, Sun Ra. Black orchestras actually who cherished distinct style that took white musicians long time to figure out since it sounded off key, or rhythmically wrong, played with bad tone…. Also, which is extremely rare for traditional music players, they always sound different! That's supposed to be quality of avant-garde players not guys who play folk tunes. Answers to modern art dilemmas and frustrations, pop up any time I hear them play.

The system of letting musicians be free, not telling them what to do all the time, helping them to find their own voice in every situation, has been my management style as band leader for a long time. Same goes for Cherkezi but with extra care. It is easy to spoil fine developed traditional style that took generations to mature if you are not carefull. Come to think of it, we function as Dr. Jackill and Mr. Hyde, but always try to sound generic together. Like one. Selftought cats and terribly spoiled with fine education jazzman.

 

2. You are also working with your "Toni Kitanovski Band" and your current project is "Ed Blackwell".

All my musical life I had a trio with bass and drums and than other instruments are added often enough. I really enjoy doing several different projects at a time. That keeps me changing. Gypsy music influence is evident in my improvised solos lately. Also, more complex concepts become part of the project with Cherkezi as we develop our jazz band sound. “Ed Blackwell” project has been going on for a couple of years now. It is constant evolution towards maturity. So we play same material but always in front of different audience. We have a lot more audience to reach so I got a feeling this project will live for some time. I just love reminding people about the grand master Edward Blackwell.

a) How would you describe the music of "The Kitanovski Band"?

I believe that sound of any band comes from the individual musicians.

Bringing out the best each one of them have to offer to the whole flavor is my specialty. I write original music for the combo. Tunes are quite melodic and very difficult to improvise on even for the author. Probably because they are seemingly simple. Also, a wide variety of styles change very quickly as every new tune comes. It is really a contemporary jazz group. We constantly try to get rid of easy, ready made solutions in our music. Creative approach is basic guide. I love musicians, they love to play my music and we always have good time on stage. That feeling than gets picked up by the audience.

b) And why is the musician Edward Blackwell such an inspiration for you?

I wish somebody would answer that question to me. Maybe a shrink!(just kidding). It's true, I am the greatest admirer of his art that I have ever met. I passed that virus onto my drummer Aleksandar Sekulovski as well.

I never had idols just people whose work I really love and Blackwell is on the top of the chain. The integrity of his craft in which I hear all the tradition from Africa through early jazz to contemporary free forms is sublime. Complexity of his musical thought and execution of ideas in my book makes him second only to grand master Max Roach. Something very humane and endlessly inspirational is incorporated in the sound of his drums. I am just trying to find words for something undescriable, something I love so much that I don't even want to describe using words. The first tune on our album “Borderlands” is named after him and I am glad that it achieved the intended impact, lots of people ask me “Who is Ed Blackwell?”. As you know musicians know who he is but he is not a household name to the wider audience. Same goes for other cats I admire the best, like Don Pullen (he is my mother's favorite jazzman), Carlos Ward, Bill De Arango…

 

3. You are also very fond of Charles Mingus' music.

a) What is, in your own words, special about it?

Well we are talking now from a stand point that we all know majority of his works and that we all realize that it is tremendously special. What I would say is just to remind that he is like Monk, greatest master of his instrument and finest composer. Sort of like Bach, Mozart, Beethoven and other old masters. In his music I hear not only that he had a massage that his original ideas conveyed but he also loved delivering it. He was also very serious about it and very harsh sometimes on his bandmembers from what I have heard first hand from people like Charlie Mariano and Herb Pomeroy. I noticed that majority of his pieces are dedicated to certain individuals he knew and that is something you don't find too often.

I guess he was also, as he put it, a “clown” in line with good old Italian school of clownship. We did his “Boogie Stop Shuffle” with Cherkezi and it sounded fabulous. Sometimes I dream of doing a whole Mingus project with this band. I am very curious how would his lyrics sound sang by our dear Rujiz in gypsy language.

b) And how do you in general manage to combine American jazz and your Macedonian musical influences?

General answer would hopefully answer how does one combine any two or more musical traditions. I think first comes asking yourself truthfully where the initial idea came from and started cooking in your head and why. After that it is helpful to find similarities among those two styles and what will work together well. It is also helpful to know one style of music really well instead trying to master few of them equally bad. Than using knowledge and open mind – are these styles really so different? Are we not all humans and as such only three percent genetically different from chimps. In some minds other races are still far more distant than characters from Star Track. Even somebody who looks as your twin brother or sister but born across the border is different spices.

None of these borders can be seen from the space shuttle and than they don't really belong in the arts. This sounds like interesting intellectual speculation but it is also example of how dangerous analogy can be. We are all aware of differences and can hardly mistake Macedonian folk dance for jazz even if it is “Blue Rondo ala Turk”.

Generally the goal is achieved through mixture of philosophy, creativity and maybe taste.

Also, a lot of Macedonian traditional music sounds like blues to me.

 

4. One of your main teachers was Györgi Ligeti - what did he give you on the way for your musical and personal life?

- I met him in early nineties during composition seminar. At that time I didn't believed in teaching somebody music – one has to learn music alone. I was writing constantly. It was heroic time when I was transforming into musician. Every sound, every perception was a lesson!

The thing that left most impact on me from his lectures was that answers to contemporary music theory questions are often found in the very old music. In a way, that wisdom is incorporated in “Borderlands” project.

 

5. How would you describe your own style on the guitar?

Well, for start, when I spend a lot of time with the instrument practicing I play good. What I mean is one has to have craft, than style becomes entity. It was never in my character to be told how to improvise on guitar. I chose to study music composition in order to play better guitar. Technically my style of playing is based on unresolved dissonances, polyrhythms, sometimes endless phrases, of course interaction with others…. I also use weird guitar picks, slides and guitar synth. But when it starts happening, I am happy when my solos sound like they got no mother or father. “Melodies in rhythm” as my good friend Bob Myers would say.

 

6. You are the founder of the Jazz and Contemporary Music School in Skopje.

a) What made you start a music school there? Do you have a vision connected with it?

Unfortunately I haven't had much time for it last year time being busy with “Borderlands” production. The idea was first put into my had by Lawrence Berk, the late founder of Berklee. I was not happy with the lack of opportunities to learn situation in which young people in Macedonia found themself. On top of it, it is true lost generation after the Yugoslav war and transition period. I wished to transfer at least a little that I can from what was offered to me in the States.

It really become my mission and the glow in their eyes when hearing things that they never heard before, to see their inspiration soar each day kept me going. I love teaching. Passing knowledge to young generations was always integral part of jazz and gypsy music as well.

b) How did you manage it? How is it possible to afford such a project, to raise the neccessary amounts of money?

Well, using tricks and black magic helped. A lot of friends made it possible, students parents made it possible also. This little country is mixture of west and east and many things that seem impossible to westerner are easy to achieve and vice versa. I am happy with the results. My students took my gigs in the clubs now I am forced do seek international career. Next step is to start a real music college in Skopje, Macedonia.

 

7. You lived and studied in the United States ...

a) what was the reason to come back to Macedonia? It is to be read in the promo-material that politicians in Macedonia ask you for advice.

It was a family decision. I personally feel equally fine any place where humans live. But I love America and my best friends are over there. Last tune on the album, “New Orleans” is dedicated to the city where we almost moved to three years ago. It turn out it would have been a mistake.

Skopje is the capital of Macedonia and it is small city and everybody knows a lot of people. Through the type of work that I do meet a lot of people and many politicians among them. I chat with fans and many times I get asked about opinion on certain questions by professional politicians and foreign diplomats as well. I hope they don't take me seriously all the time. I wouldn't have them play the guitar either.

b) You are a musician - how far are politics and music connected, does a musician have a political responsibility?

That's not required. But since musician is also citizen, he or she can chose to get more or less involved just by having something to say or joining a party or whatever. One can connect any two things in words. Practically, artist should stay away >from politics unless it is question of somebody's life their actions can help safe. Let's not forget that we are privileged minority in this world where people starve and war and death is something most of humans deal with dayly.

This sounds a bit like political populistic answer. Let me give you an interesting example of politics (more of a policy really) in show business.

Being nice to the sound man even thou he is the worst sound technician on the planet that night is good politics. I say hallo to the stage and sound crew and treat them equal to musicians. They also fell nervous because of responsibility they have. I never yell at them and always act protective if somebody else from the band does act hostile. It is really just plane old “be nice to people” more than politics but believe me, it is many times crucial to the success of the show. Artist on stage, everybody that made the show possible down to the guy with broom, and the audience are equally involved in it and should be treated equally. I feel funny just having to say this but musicians sometimes forget that the world doesn't turn around them.

 

8. The film "Before the rain" - I saw it three times. Its story is used in your info-material and the plot is described by, "an intellectualcomes back to his homeland Macedonia and finds a heroic death".

a) Do you know that the info material starts with this description? Do you know the movie, have you seen it?

No I didn't know that. I didn't really die but I certainly got heroically dead tired after finishing “Borderlands”. It's been a few years since I've seen “Before the rain”. I know Milcho Manchevski. He lived in New York, I was in Boston. We would chat over the phone or drink caffe in Manhattan. We run into each other often in Skopje.

b) Personally I don't think, that it was a heroic death. It was a tragedy, a misunderstanding of different ethnic groups expressed in that film. Nor is the intellectual a hero; he believed more in friendship and love than in the chasm between groups of people. In the end the filmtells us that all cultures in the world are connected. What is the message, the essence of the film in your opinion?

It is a good film.

In short, first thing that comes to my mind is a line from Ivo Andric, Bosnian (some say Serb), literature “Nobel Prize” winner. The line comes >from his book “Dervish and the Death”

- “Every man is always loosing”

I would also recommend another Macedonian director, Ivo Trajkov. His film “The great water” and also stay tuned for his last piece of art called “Movie” for which I did the music score and Cherkezi are a big part of it.

What is the situation like in Macedonia nowadays?

It's still a nice little country. Shadow of the war is gone. Young people got used to capitalism and western style democracy.

 

9. Some years ago I met a truck driver from Macedonia on a ship to Sweden. He told me, that "everybody in Macedonia and Yugoslavia has his own death-experiences, has seen someone die in a war without necessity."

a) What are your own experiences in Skopje - are many people haunted by their former experiences ?

When we talk about war there are probably also worse things than death. Lucky setup in human brain helps mend lost loves, close relatives and friends. Here Ivo Andric's line really rings loud.

Macedonia was the only republic to stay out of the war.

I remember the exact moment that I felt things have mended. Some three years ago I was invited as a guest soloist at recording of an album of my friend Vasil Hadzimanov who lives in Belgrade. During those two days we stayed at high raiser in Novi Sad overlooking a modern bridge cut in three by rockets during bombing of Serbia. Among musicians there were Serbs as well as Bosnians and myself. It first time felt like the war never happened.

b) Can music be a healing force, a means to overcome borders in this context?

I think now we can bring back our musician/politician.

Any time we see black and white people play music together we must not forget that it wasn't that long ago when that wasn't so common. I think that music doesn't have power to change things. It does affect marching army going to war, it does make you tap you feet or shake your body, it can make a lot of other things, make you smile, remember somebody….

But borders created by endless stupidity get erased by champions like Dave Brubeck.

Only example of music's healing power known to me is gypsy wedding. Can't explain it, sorry, no words in vocabulary for that.

 

10. Do you have a sort of philosophy for life?

I do, and it certainly isn't that “Every man is always loosing”.

Jazz I mostly philosophy anyways.

Mine these days can be called action philosophy, no need for smart formulations and definitions, just do what's right and have a good heart. Being right means asking yourself constantly “Am I wrong?”

Try not lose a heart of the child. Children are best people and they deserve to always win. We artists can help them be less lonely in this world. That's our only mission.

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PROGRAMMTEXT BALKAN FEVER von RICHARD SCHUBERTH, 4/2006

 

Skopje Mahala Groovz – CD-Präsentation

TONI KITANOVSKI & CHERKEZI

(Mazedonien)

 

Toni Kitanovski: E-Gitarre

Cherkezi Rashid: Trompete

Asan Rashid: Trompete

Ali Rashid: Alt-Saxophon

Vilhen Mamudov: Basstuba

Sefer Ismailov: Tupan     

Aleksandar “Sascha” Sekulovski: Drums

 

Kennen Sie den mazedonischen Film “Before the Rain”? Ein Intellektueller, der die Welt gesehen hat, kehrt nach Mazedonien heim – und findet einen heroischen Tod. Auch Toni Kitanovski kehrte nach 12 Jahren USA-Aufenthalt nach Mazedonien zurück, aber um zu leben und Leben zu schenken. Er war maßgeblich am Aufbau der dortigen Jazzszene beteiligt (in jeder maz. Stadt gibt es mindestens fünf Jazz-Clubs) und half der legendären Gypsyband Cherkezi aus den Slums von Skopje zu internationalem Ansehen.

 

über drei Generationen spannt sich das musikalische Genie der Rashids, der Familienkern der Band. Benannt ist die Gruppe nach ihrem Patriarchen, Gründer und zugleich jugendlichsten Mitglied Cherkez Rashid. Cherkez begann mit acht Jahren Trompete zu spielen – und das hatte folgende Bewandtnis. Er war damals inmitten einer Gruppe von Zigeunern, die von der SS zusammengetrieben wurde. Im Minutentakt erschossen die Soldaten einen nach dem anderen, auch Kinder und Frauen. Da trat ein beherzter Zigeuner vor und erzählte den Soldaten, sie hätten gerade seinen besten Freund erschossen. Er wolle sich von ihm mit einem letzten Lament auf seiner Trompete verabschieden. Dann könnten sie auch ihn töten. Der Zigeuner spielte so seelenvoll, dass es den SS-Soldaten die Tränen in die Augen trieb. Was sie nicht davon abhielt, auch ihn prompt über den Haufen zu schießen – die anderen aber, darunter auch Cherkezi, ließen sie laufen. Der nahm die Trompete des ermordeten Musikers und ...

 

Toni Kitanovski hat in seinem Leben viel erreicht. Der Györgi-Ligeti-Schüler studierte am renommierten Berkelee-College of Music in Boston und war fixer Bestandteil der Jazz-Szenen New Yorks und Bostons. Zurückgekehrt nach Mazedonien, ist er die „gute Seele“ des dortigen Jazz – und mehr noch: Politiker fragen den belesenen und politisch weisen Jazzgitarristen um Rat. Neben Vlatko Stefanovski ist er der wichtigste Gitarrist des südlichen Balkanraums (und übrigens, für alle die das interessiert, der Enkel der bulgarischen Prinzessin Mara, wie er erst kürzlich erfuhr), er ist Mitglied des All-Star-Orchestras „ Balkan Winds “ und bevorzugter Partner von Vasil Hadžimanov und Theodosii Spassov . Sein Herz hängt jedoch an Cherkezi, jener brillanten Balkan-Brass-Band, deren Mentor er wurde.

 

Unter seiner ägide brachte diese spielerische Disziplin in ihr trancehaft-ekstatisches Spiel, ohne dass Letzteres darunter litt. Immer schon hatten Cherkezi neben mazedonischen, albanischen, serbischen und türkischen Stücken – wie sich das für eine Gypsyband gehört – auch Jazz- und Latin-Standards

 

 

gespielt. Toni brachte neuen Drall & Drive ins Konzept und lehrte sie Erik Satie , Charles Mingus , Ornette Coleman , afrikanische Rhythmen und seine eigenen Kompositionen zu spielen. Sein bevorzugter Drummer Sascha Sekulovski verstärkt den Jazz-Touch: Es entsteht eine fiebrige und unheimlich niveauvolle Mischung, die das Beste des balkanischen Orients – angetrieben von Tonis funkigen Saitenriffs – mit einem zeitlos weltläufigen Chic verbindet.

Eines der ungewöhnlichsten Musikexperimente des Balkans.

Toni Kitanovski & Cherkezi werden in der Szene Wien ihre CD „Borderlands“ präsentieren.

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Artikel aus „Augustin“ von Richard Schuberth, 5/2006

 

Skopje Mahala Grooves in Wien

Der verlorene Sohn und der Clan der Rashids

 

Nachdem Mitteleuropäer mit Hilfe der bisweilen klischeehaften Kusturica-Filme Geschmack gefunden haben an wilder Roma-Brass-Musik, dringt das Festival BALKAN FEVER weiter nach Süden vor, ins unregelmäßig schlagende Herz des orientalischen Balkans und präsentiert einem Wiener Publikum erstmals die mazedonische Romaband Cherkezi, angeführt von String-Master Toni Kitanovski.

 

Kennen Sie den mazedonischen Film “Before the Rain”? Ein Intellektueller, der die Welt gesehen hat, kehrt nach Mazedonien heim – und findet einen heroischen Tod. Auch Toni Kitanovski kehrte nach 12 Jahren USA-Aufenthalt nach Mazedonien zurück, aber um zu leben und Leben zu schenken. Er war maßgeblich am Aufbau der dortigen Jazzszene beteiligt (in jeder mazedonischen Stadt gibt es mindestens drei Jazz-Clubs) und half der legendären Gypsyband Cherkezi aus den Slums von Skopje zu internationalem Ansehen.

Über drei Generationen spannt sich das musikalische Genie der Rashids, der Familienkern der Band. Benannt ist diese nach ihrem Patriarchen, Gründer und zugleich jugendlichsten Mitglied Cherkez Rashid. Cherkez begann mit acht Jahren Trompete zu spielen – und das hatte folgende Bewandtnis. Eines Tages, während der deutschen Besatzung, wurden er und viele andere Roma von der SS zusammen-getrieben. Im Minutentakt schossen die Soldaten in die Gruppe. Da trat ein beherzter Zigeuner vor, ein junger Mann in feinem Zwirn, der offensichtlich schon weit herumgekommen war und mehrere Sprachen sprach. In gebrochenem Deutsch erzählte er den Soldaten, sie hätten gerade seinen besten Freund erschossen. Er wolle sich von ihm mit einem letzten Lamento auf seiner Trompete verabschieden. Dann könnten sie auch ihn töten. Der Zigeuner spielte so seelenvoll, dass es den SS-Soldaten die Tränen in die Augen trieb. Was sie nicht davon abhielt, auch ihn prompt über den Haufen zu schießen – die Lust aufs Morden war ihnen fürs Erste jedoch vergangen, sie ließen die anderen, darunter auch Cherkez, laufen. Der nahm die Trompete des ermordeten Musikers mit nach Hause.

 

Rhythmen und Lebensstandard afrikanischer Suburbs

 

Toni Kitanovski hat in seinem Leben viel erreicht. Der Györgi-Ligeti-Schüler studierte am renommierten Berkelee-College of Music in Boston und war fixer Bestandteil der Jazz-Szenen New Yorks und Bostons. Zurückgekehrt nach Mazedonien, ist er die gute Seele des dortigen Jazz – und mehr noch: Politiker fragen den belesenen und politisch gebildeten Jazzgitarristen wie einen Wesir um Rat. Neben Vlatko Stefanovski (gemeinsam mit Miroslav Tadic und Theodosii Spassov im Rahmen von BALKAN FEVER am 3. und 4. Mai im Birdland) ist er der wichtigste Gitarrist Mazedoniens (außerdem – für alle, die das interessiert – der Enkel der bulgarischen Prinzessin Mara, wie er erst kürzlich erfuhr). Trotz unzähliger Musikprojekte hängt Tonis Herz an Cherkezi, jener brillanten Balkan-Brass-Band, deren Mentor er wurde.

Unter seiner Ägide brachten Cherkezi spielerische Disziplin in ihr trancehaft-ekstatisches Spiel, ohne dass Letzteres darunter litt. Immer schon hatten sie neben mazedonischen, albanischen, serbischen und türkischen Stücken – wie sich das für eine Gypsyband gehört – auch Jazz- und Latin-Standards gespielt. Toni brachte neuen Drall und Drive ins Konzept und lehrte sie Erik Satie, Charles Mingus, Ornette Coleman, afrikanische Rhythmen und seine eigenen Kompositionen zu spielen. Sein bevorzugter Drummer Sascha Sekulovski verstärkt den Jazz-Touch: Es entstand eine fiebrige und ungemein niveauvolle Mischung, die das Beste des balkanischen Orients – angetrieben von Tonis funkigen Saitenriffs – mit einem zeitlos weltläufigen Chic verbindet. Eines der ungewöhnlichsten Musikexperimente des Balkanraums.

Toni Kitanovski ist ein unermüdlicher Fürsprecher für die Rechte der Roma in Mazedonien, nicht nur für deren kulturelle Repräsentanz, die wenig aussagt über ihre wirklichen Probleme. Im Vergleich zu anderen südosteuropäischen Ländern überrascht Mazedonien nämlich mit beachtlicher ethnischer Toleranz. Die Diskriminierung der Roma ist eher eine soziale. In Topana und Shutko, der größten Romasiedlung Europas, hausen die „Tsigani“ unter Bedingungen, wie man sie sonst nur aus afrikanischen Ländern kennt. Trotz beachtlicher Initiative der Betroffenen selbst fehlt es an Geld, Willen und Initiative seitens der staatlichen Institutionen, das Elend der Roma zu lindern.

Wenn Toni seine Kollegen von Cherkezi in bekannte Clubs, wohin sie sich sonst nie trauen würden, zu seinen Konzerten einlädt, dann sorgen die mit ihm befreundeten Clubbesitzer, dass die Plutokraten ihre Plätze in Bühnennähe räumen und den Roma anbieten. Und ihnen auch jenseits der musikalischen Dienstleistung der Respekt gezollt wird, den sie verdienen

Toni Kitanovski & Cherkezi werden bereits einen Tag vor ihrem Konzert in der Szene Wien als Gäste der serbischen Sängerin Vasilisa (alias Brankica Vasic) im Porgy & Bess auftreten. Und am Tag nach dem Szene-Gig, an welchem der kosovarische Gitarrist Armend Xhaferi seine CD präsentiert, wird es im Anschluss zu einer ausgelassenen kosovarisch-mazedonischen Session kommen. Toni und Armend haben einander letzten Sommer bei einem Konzert in Pristina kennen und schätzen gelernt. Ebenfalls für diese Session erwartet wird die Sängerin Irina Karamarkovic (Ex-Sandy Lopicic Orkestar), die selbst einer gemischtethnischen Familie aus Pristina entstammt.

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CD-Rezension aus CONCERTO von Richard Schuberth, 12/2006

 

Toni Kitanovski & Cherkezi

Borderlands

5 Punkte

ENJA CD 9174 2

Vertrieb: Soulfood

 

Toni Kitanovski, „der verlorene Sohn“ kehrte nach Jahren als Bestandteil der US-Jazzszene nach Mazedonien zurück und beschloss, die neben dem Kocani Orkestar beste Gypsy Brass Band des Landes unter seine Fittiche zu nehmen – Cherkezi aus dem Zigeunerviertel Topaana in Skopje. Herausgekommen ist ein erstaunliches Line-up, das das Beste des mazedonischen Jazz mit dem Besten der Cherkezi-Tradition, vertreten durch drei Generationen der Familie Rashid, kurzschließt und Erik Satie, Charlie Mingus und Ornette Coleman dem fiebrig-trancehaften Brass des balkanischen Südens anvertraut sowie mit Funk-Grooves, afrikanischen Clave-Rhythmen und den Second-Line-Beats des New-Orleans-Jazz garniert. Neben wuchtigen albanischen und mazedonischen Roma-Eruptionen die ausgefuchsten Kompositionen von Mastermind und Jazz-Gitarren-Wizard Toni Kitanovski wie etwa seine Verbeugung vor dem amerikanischen Drummer Ed Blackwell. Als Gäste der kurdische Perkussionist Izzet Kizil, Mazedoniens Kanun-Meister Nummer 1, Hustef Said und die Sängerin Rujiz Kadrieva. Borderlands hebt sich künstlerisch karstgebirgehoch von der üblichen Ethnokost ab und erweist sich als eines der spannendsten Experimente zwischen Jazz und World-Music der letzten Zeit.


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